Friday, 6. april 2012 5 06 /04 /Apr. /2012 21:25

Der Schriftsteller Günter Grass hat „mit letzter Tinte“ wie er schrieb ein Gedicht verfasst, dass kollektive Hasstiraden in den Medien hervorrief. Allen voran der Antikommunist Henry M. Broder: „Günter Grass – Nicht ganz dicht, aber ein Dichter“ schreibt er in der „Welt“ und nennt den alten, mutigen Mann einen Antisemiten, der israelische Botschafter vergleicht den Dichter gar mit denen, die den vorgeblich jüdischen Ritualmord an christlichen Kindern erfunden haben. Die „Zeit“ verrenkt sich mit dem pseudo-geistreichen Titel vom „lyrischen Präventivschlag des Günter Grass“, dem Spiegel fiel auch nichts Besseres ein, er titelte mit: „Lyrischer Erstschlag“. Der Zentralrat der Juden in Deutschland spricht gar davon, dies sei ein Hass-Gedicht und ein durchschaubares Schmierentheater. Und die meisten entblöden sich nicht, daran zu erinnern, dass Günter Grass im Alter von 17 Jahren Mitglied der Waffen-SS war.

Als ob dies eine Kontinuität wäre, vom 17-Jährigen zum 85-Jährigen. Als hätte in den dazwischenliegenden 68 Jahren keine Lebensleistung existiert, als gäbe es den antifaschistischen Schriftsteller Grass nicht, dessen Werke immer wieder den Nationalsozialismus thematisieren und, wie beispielsweise "Im Krebsgang", 2002, gegen das Vergessen anschreiben.
Hat denn diesen Geiferern noch niemand gesagt, dass Philosemitismus auch eine Form von Antisemitismus ist?

Hier jetzt ohne weiteren Kommentar das Gedicht, es erschien in der "Süddeutschen Zeitung"

und der "La Repubblica".


"Was gesagt werden muss"                                                  

von Günter Grass, April 2012

Warum schweige ich, verschweige zu lange,
was offensichtlich ist und in Planspielen
geübt wurde, an deren Ende als Überlebende
wir allenfalls Fußnoten sind.

Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
der das von einem Maulhelden unterjochte
und zum organisierten Jubel gelenkte
iranische Volk auslöschen könnte,
weil in dessen Machtbereich der Bau
einer Atombombe vermutet wird.

Doch warum untersage ich mir,
jenes andere Land beim Namen zu nennen,
in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten -
ein wachsend nukleares Potential verfügbar
aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
zugänglich ist?

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
empfinde ich als belastende Lüge
und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
sobald er missachtet wird;
das Verdikt 'Antisemitismus' ist geläufig.

Jetzt aber, weil aus meinem Land,
das von ureigenen Verbrechen,
die ohne Vergleich sind,
Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
ein weiteres U-Boot nach Israel
geliefert werden soll, dessen Spezialität
darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
dorthin lenken zu können, wo die Existenz
einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,
sage ich, was gesagt werden muss.

Warum aber schwieg ich bislang?
Weil ich meinte, meine Herkunft,
die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist,
verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit
dem Land Israel, dem ich verbunden bin
und bleiben will, zuzumuten.

Warum sage ich jetzt erst,
gealtert und mit letzter Tinte:
Die Atommacht Israel gefährdet
den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
Weil gesagt werden muss,
was schon morgen zu spät sein könnte;
auch weil wir - als Deutsche belastet genug -
Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,
das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld
durch keine der üblichen Ausreden
zu tilgen wäre.

Und zugegeben: ich schweige nicht mehr,
weil ich der Heuchelei des Westens
überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen,
es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
den Verursacher der erkennbaren Gefahr
zum Verzicht auf Gewalt auffordern und
gleichfalls darauf bestehen,
dass eine unbehinderte und permanente Kontrolle
des israelischen atomaren Potentials
und der iranischen Atomanlagen
durch eine internationale Instanz
von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,
mehr noch, allen Menschen, die in dieser
vom Wahn okkupierten Region
dicht bei dicht verfeindet leben
und letztlich auch uns zu helfen.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)

 

English Translation:

The writer Guenter Grass, "with last ink" wrote a poem, that evoked collective hate answers in the german mainstream media. Above all, the anti-Communist, Henry M. Broder, "Günter Grass - Not quite tight (in German “dicht”, means he is crazy), but a poet (in German: “Dichter”)," he writes in the "Die Welt" and called the old, brave man an anti-Semite. The ambassador of Israel compares the poet even with those who have invented the alleged Jewish ritual murder of Christian children. The newspaper "Die Zeit" dislocated with the pseudo-witty title of "lyrical-emptive strike of Grass", “Der Spiegel” had no better idea, he ran the headline: "Lyrical first strike". The Central Council of Jews in Germany even said, this was a “hate-poem”. And most of them are not ashamed to remember that Gunter Grass was at the age of 17 years a member of the Nazi Waffen-SS.

As if this were a continuity from the 17-year-olds to the 85-year-old men. As if in the intervening 68 years nothing happened, as if. there was not the anti-Fascist writer Grass, whose works repeatedly thematize the Nazis and, wrote against forgetting, as for example in “Im Krebsgang” ("Turning Back the Clock"), 2002. Why nobody explain these drivellers that philo-Semitism is also a form of anti-Semitism?

Here now, without further comment the poem, which appeared in the "Sueddeutsche Zeitung" and "La Repubblica".
 

 

Gunter Grass poem English translation "What must be said" (English translation of the poem by Alessandro Ghebreigziabiher via Gara Pierre-David Takpara (Le Coursier) http://www.facebook.com/LeCoursier)


 



What must be said

Why I am silent, silent for too much time,
how much is clear and we made it
in war games, where, as survivors,
we are just the footnotes.

That is the claimed right to the formal preventive aggression
which could erase the Iranian people
dominated by a bouncer and moved to an organized jubilation,
because in the area of his competence there is
the construction of the atomic bomb.

And then why do I avoid myself
to call the other country with its name,
where since years – even if secretly covered -
there is an increasing nuclear power,
without control, because unreachable
by every inspection?

I feel the everybody silence on this state of affairs,
which my silence is slave to,
as an oppressive lie and an inhibition that presents punishment
we don’t pay attention to;
the verdict “anti-Semitism” is common.

Now, since my country,
from time to time touched by unique and exclusive crimes,
obliged to justify itself,
again for pure business aims - even if
with fast tongue we call it “reparation” -
should deliver another submarine to Israel,
with the specialty of addressing
annihilating warheads where the
existence of one atomic bomb is not proved
but it wants evidence as a scarecrow,
I say what must be said.

Why did I stay silent until now?
Because the thought about my origin,
burdened by an unclearing stain,
had avoiding to wait this fact
like a truth declared by the State of Israel
that I want to be connected to.

Why did I say it only now,
old and with the last ink:
the nuclear power of Israel
threat the world peace?
Because it must be said
what tomorrow will be too late;
Because - as Germans and with
enough faults on the back -
we might also become deliverers of a predictable
crime, and no excuse would erase our complicity.

And I admit: I won’t be silent
because I had enough of the Western hypocrisy;
Because I wish that many will want
to get rid of the silence,
exhorting the cause of a recognizable
risk to the abdication, asking that a free and permanent control
of the Israel atomic power
and the Iran nuclear bases
will be made by both the governments
with an international supervision.

Only in this way, Israelis, Palestinians, and everybody,
all people living hostile face to face in that
country occupied by the craziness,
will have a way out,
so us too.

Translation by Alessandro Ghebreigziabiher

von tigerpantherin
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Sunday, 2. october 2011 7 02 /10 /Okt. /2011 00:57

Vom 1. Oktober 2011, 12:31 "Argumenty.ru", Alexander Grigorjew 

http://news.argumenti.ru/world/2011/10/127589?type=all # fulltext 

 

In einem Telefongespräch mit einem Studienkameraden aus der Militärakademie „M.W. Frunse“, dem aktiven Offizier der russischen Armee Sergej hat Khamis Gaddafi seine Dankbarkeit gegenüber allen Russen ausgedrückt, die den Kampf des libyschen Volkes gegen die Besatzer unterstützen. „Argumenti.ru“ bringt die Worte von Khamis Gaddafi vollständig, nur der volle Name des Studienkameraden wurde ausgelassen.

 

"Ich danke allen unseren Kommilitonen und den Lehrern, die mir ein kleines Stück vom Geiste Ihres Siegervolkes mitgeben konnten und mich adäquat unterrichtet haben, die Kampfsituation zu bewerten, sie haben mir die wertvollsten Kampferfahrungen und die Fähigkeiten vermittelt. Ich bin stolz, dass ich solche Lehrer hatte, ob ich ein guter Schüler bin, wird die Zeit zeigen.“

 

Einen Dank an alle, die uns in Rußland, der Ukraine und anderen Republiken der ehemaligen UdSSR unterstützen. Und besonders jenen tapferen Männern aus Ihrem Volk, die mit uns Schulter an Schulter kämpfen, um mein Land vor der Aggression zu schützen. Wir werden siegen oder wir werden sterben, wir haben nicht vor, uns zu ergeben oder wegzulaufen. Im Kampf neben solchen Kämpfern zu sterben, das ist der Traum eines jeden Verteidigers der Heimat. Auf jeden Fall solche Freunde wie die russischen Menschen zu haben, das ist eine Ehre für die Libyer und, Allah ist mein Zeuge, es ist schon auf den Seiten der Geschichte Libyens aufgeschrieben. Wie in Ihrem russischen Lied gesungen wird – «wird diese Erde wieder unsere sein, wenn wir im Kampf nicht umkommen werden»!" Aber Libyen wird immer unser sein, selbst wenn wir sterben werden!

(Hinweis: Ich habe zwei Lieder verlinkt, sie passen inhaltlich, ob eines von ihnen wörtlich gemeint ist, muß ich noch herausfinden. Dann werde ich es hier veröffentlichen)



von tigerpantherin
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Wednesday, 24. august 2011 3 24 /08 /Aug. /2011 10:16

Die Menschen in Libyen haben sich offensichtlich entschlossen, lieber zu sterben, als ein Sklave der NATO zu werden. Obwohl die NATO am 21. August die Stadt Sirte und damit die libyschen Fernsehkanäle bombardiert hatte, dringen dennoch Meldungen über die tatsächliche Situation in Tripolis nach außen.

 

Die NATO-treuen Kanäle zeigen Bilder vom angeblichem Sieg der NATO und Einnahme der Stadt Tripolis: Diese Bilder und Berichte sind Lügen. Unglaublich aber wahr: Es wurden Kulissen der Stadt Tripolis aufgebaut (russische Quellen sagen, in einem Filmstudio in Katar), die eine Scheinrealität herstellen sollen. Zweck des Vorgehens ist die Vorgaukelung eines sogenannten "Sturzes des Regimes Gaddaffi". Diese Geschichte klingt unwahrscheinlich, aber die angebliche Verhaftung der Söhne von Gaddafi und besonders das für die Medien überraschende Auftauchen von Saif al Islam vor den internationalen Kameras am frühen Dienstag, des 23. Augusts, hier die Tagesschau, dürfte doch Zweifel aufkommen lassen. Zumal der junge Herr Gaddafi die Presse lächelnd einlud, mit ihm durch die Hauptstadt Tripolis zu fahren, die eigentlich doch schon eingenommen sein sollte.Besonders peinlich war, daß der Chefankläger des Ungerechtshofes in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, die Festnahme von Saif al Islam schon bestätigt hatte. "Wir sind hier, dies ist unser Land, das sind unsere Leute, wir leben hier und wir sterben hier" sagte Saif al Islam Gaddafi auf Englisch, während ihn unzählige Libyer umzingelten, mit Waffen in der Hand und immer wieder riefen: "Allah, Muammar u Libya bas".

Obwohl also die NATO das Libysche Fernsehen voerst mit Bomben "abgeschaltet" hat (fragt sich niemand, warum?), dringen dennoch Nachrichten nach draußen. Hier ein Überblick vom 23. August 2011 durch Mathaba:


Bani Walid sandte 20.000 Freiwillige gestern Abend, um Tripoli zu schützen

Dr Yousef Shakeer, der im Radio Bani Walid sprach, bedankte sich beim Bani Walid Stamm, der zwanzigtausend Freiwillige gestern Abend zum Schutz nach Tripoli sandte. Dr Shakeer sagte, dass die Verräter des Terroristen-Rebellen (tebels auch bekannt als "Ratten") fälschlicherweise behaupteten, dass sie ihn festgenommen hätten, aber dass das nur in ihren Träumen war.

Saadi Qaddafi kommt mit 4.600 Kämpfern an, um Tripoli zu schützen

Saadi Al Qaddafi kam gerade in Tripoli mit 1.600 Kämpfern von Bani Walid und 3.000 vom Tarhouna Stamm an. 

Tausende am Grünen Platz feierten den ersten Schritt im Sieg gegen die NATO

Tausende von Menschen nahmen heute am Grünen Platz an einer Versammlung teil, um den ersten Schritt des Siegs gegen NATO und ihre Söldner zu feiern. Die stolze Jugend der Stämme, die Ruhm für Libyen seit Jahrhunderten bringt, war gekommen.

Der Array (irakisches tv) Kanal ist momentan die einzige Möglichkeit, Libyen auf dem Satelliten zu hören, nachdem die NATO die libysche Fernsehstationen zerstörte, die während der 5 Monate der Bombardierung offen geblieben waren. Der Kanal ist auf Arabisch. Es wird erwartet, dass das libysche Fernsehen bald fortsetzen wird, zu senden, sonst wird das Mathaba Fernsehen gestartet, das nicht entfernt werden kann und das man nicht imstande sein wird, zu bombardieren.

Weibliche Brigaden bilden einen festen Ring um Tripoli

Brigaden von weiblichem Mujahiddeen, die beim Schutz von Tripoli als Freiwillige beteiligt sind, bildeten einen festen Ring um Libyens Hauptstadt, um sie vor den NATO-Söldnern zu schützen.  Jetzt finden Operationen gegen die "Tebels" (terrorisische Rebellen) in Tripolis statt. Mehr als 1.300 Todesfälle hatte die erfolglose, von der NATO geführte Aggression durch ihre Söldner ("Operation Meerjungfrau") im Laufe des letzten Wochenendes gekostet.

Ein anderer Million Menschen Marsch geplant

In Tripoli wird eine anderer Millionen Marsch geplant, nachdem die internationalen Medianetze scheiterten, eine Coverage über die vorigen Ereignissen zu geben, die jedoch auf Mathaba registriert werden, und die die größten Märsche in der menschlichen Geschichte herausbrachten.

Benghazi: Kämpfe Unter Rebellen

NATO-Söldner in Benghazi kämpfen miteinander, wie es während der letzten Wochen üblich war, seitdem der Flügel der Al Kaida versuchte, seinen Willen aufzuoktroieren. Die Leute sind jetzt wegen der Lügen und des Betrugs sehr böse.

Die Stadt von Benghazi ist in der Verwirrung durch die dortigen Kämpfe.

600.000 Freiwillige Verteidiger um Tripoli

Freiwillige, mindestens 600.000 von ausserhalb Tripolis kamen aus den Städten um Tripoli. Die Hauptstadt ist jetzt unter der Kontrolle der Regierung, das einzige Problem dort, daß es kein Fernsehen gibt, aber die Leute innerhalb von Tripoli wissen die Wahrheit, nachdem sie Zeugen von Plünderungen durch die Tebels geworden sind und der pausenlosen Bombardierung durch die NATO, die die Bevölkerung vereinigt hat. Das Leben ist normal, mehr, als man es von einer in einer Kriegssituation befindlichen Stadt erwarten könnte, die der NATO unterworfen werden soll und die jetzt seit 5 Monaten bombardiert wird.. Banken und Geschäfte sind offen, wie immer befinden sich Leute noch auf dem Grünen Platz und in Bab Al Azizia..

 

Die Verantwortlichen der NATO wissen, daß sie die überwältigende Mehrheit des ganzen Landes gegen sich haben..Sie sagen es auch, so wie der britische Ministerpräsident, der die Frechheit besaß, zu behaupten, dass Angriffe gegen das libysche Volk "notwendig" wären, um das Volk vor den brutalen Angriffen der Gaddafi-Unterstützer zu „schützen“. Aha. Die Gaddafi-Unterstützer sind brutal (weiter mehr als 90 Prozent des libyschen Volkes), okay und „das Volk“ muß jetzt vor den Angriffen geschützt werden. Wer ist das Volk? Wahrscheinlich die bewaffneten NATO-Söldner, die aus Katar, Ägypten und wer-weiß-woher kommen und derzeit als Snipers gezielt versuchen, in der Millionen-Stadt Tripolis Menschen abzuschießen, plündern und, wie heute früh bekannt wurde, öffentliche Gebäude wie die Botschaft Algeriens in Tripolis abzubrennen versuchen: das ist also „das Volk“?

Irgendwas muß doch dem Blödesten auffallen: Zivile Opfer seien notwendig, wenn angeblich Zivilisten geschützt werden sollen? Die Mär vom Schutz der Zivilisten kann schon lange nicht mehr aufrechterhalten werden, bei so vielen Toten. Was ist die Konsequenz: Da die Menschen in Libyen lieber sterben wollen, als Sklaven der NATO zu sein, ist das Vorhaben der NATO nicht nur ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, sondern auch geplanter Massenmord.

 

NATO-Massaker in Libyen beenden!


Nato Massaker in Libyen beenden!

Protest in Berlin Breitscheidplatz, 25.08.2011, 17 Uhr

Von Paul Sader

 

Gestern haben einige demokratisch empörte und fortschrittliche Menschen die Bevölkerung in Berlin Kreuzberg mit Plakaten und Sprachinfos über die bestiatilische Kriegsführung der Nato gegen Libyen aufgeklärt. Der Zuspruch und das Interesse war groß, reichte aber gestern noch nicht, um mehr daraus zu machen. Dies gilt es zu verbessern. Die Nato hat alleine in einer Nacht 1300 Zivilisten zu Tode "geschützt".

von tigerpantherin
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Friday, 10. june 2011 5 10 /06 /Juni /2011 12:41

Ein Kollege der Libyen bombardierenden französischen Flieger ist Antoine Marie Roger Vicomte de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller und Flieger, der im Zweiten Weltkrieg nach einem Erkundungsflug plötzlich verschwand, später hat man festgestellt, daß er vor Marseille von einem deutschen Bomber abgeschossen wurde. Sein bekanntestes Werk ist ein Märchen für Kinder und Erwachsene, "Der Kleine Prinz". Mit diesem Kämpfer gegen den deutschen Faschismus, beschäftigt sich ein wunderbarer Text, den ich hier versucht habe, aus dem Russischen zu übersetzen. (wer Fehler findet, der verbessere sie bitte)

Originalüberschrift:

Libyen. « Es wird die Stunde Deines Lächelns, Du Kleiner, anbrechen!»

http://gidepark.ru/community/1882/article/358498

 

Aus dem Brief für einen libyschen Jungen …

 

Wieder schläfst Du, der Kleine diese Nacht und wieder … nicht

Du lauschst: «Bestimmt werden sie wieder über uns fliegen»?

 

Heute bist Du wieder nicht zur Schule gegangen. Sie haben sie am 7 Juni, am Geburtstag des von Dir sehr verehrten Menschen, zerbombt. Du bewahrst sein Porträt neben den Fotografien Deiner Eltern auf.

Heute bist Du wieder nicht zum Kinderzentrum gegangen. Sie haben es schon vor einem Monat in Ruinen umgewandelt. Als sie Tripolis, deine Heimatstadt … wieder einmal bombardierten

 

Ich erinnere mich, wie ich mit anderen Journalisten aus Russland, Frankreich, England, Amerika an jenem Tag nach dem Bombenangriff zu Dir gekommen bin. Du zeigtest mir die Zeichnungen Deiner Genossen, die halbverbrannten, beschmutzt von der grauen Asche. Und nebenan hat das Mädchen gefragt: «Why bombs?» Ich habe nichts geantwortet.

  

An jenem Tag zeichnetest du überhaupt nichts: weder die Blumen, noch die Landschaften oder die Tiere … Ich weiß, heute hast Du wieder den Krieg gezeichnet.

 

Du bist schon wie ein Erwachsener. Du verstehst alles. Du verstehst, dass es Europa im Norden gibt, und in Europa gibt es die bösen Onkel. Diese Onkel haben entschieden, dass Du anders leben sollst. Deshalb haben sie Flugzeuge geschickt. Und haben auch Deine Schule … zerbombt

 

Ich sehe, du zeichnest das Flugzeug. Und schon sieht man die Linien der Kabine. Und in ihr … wer ist in ihr? Du hast … nachgedacht

 

Dann, an jenem Tag hast du mich gefragt: «Wer sind sie? Solche Menschen, wie wir auch? Und haben sie auch Kinder? Und die Kinder zeichnen den Krieg auch?»

 

Ich habe nur auf die letzte Frage geantwortet: «Kinder zeichnen den Krieg nicht».

 

Und du hast mich beim Worte genommen. «Wir – sind keine Kinder?» - Hast du gefragt. Aber ich bin Reporter, ich habe etwas gefunden, was ich sagen konnte, um Dich nicht zu kränken:

 

- Du bist in diesen drei Monaten drei Jahre älter …Du bist erwachsen geworden.

 

- Und Du warst Flieger?

 

- Beinahe. Als ich jung war, diente ich in der algerischen Luftwaffe als russischer Übersetzer.

 

- Und sind die Algerier mutig?

 

- Ja, wie die Libyer.

 

- Wenn ich wachsen werde, werde ich auch Flieger!

 

Es ist eine Pause eingetreten.

 

Ich habe den Kopf geschüttelt.

 

Du hast alles verstanden. Du hast gesagt:

 

- Ich muß es rächen! Und Du bist nicht mein Freund, wenn Du mir das Flugzeug nicht geben wirst. Wenn ich erwachsen werde!

 

Ich sah das zerstörte Gebäude und auf die auseinandergeworfenen Kinderbücher. Darauf, was von den Büchern blieb. Eins war auf dem Französischen: Antoine de Saint-Exupéry. «Der kleine Prinz».

Ich wollte es fotografieren.

 

Mein begleitender Salem hat mich gehindert, dieses Bild zu machen: «Später werden sie sagen, dass wir selbst die französischen Bücher verbrannt haben. Dass wir Barbaren sind!»

 

Du sahst, mein Kleiner, auch die umgestürzten Wände, die die Bücher noch gestern hielten. Dort waren solche schönen Illustrationen.

 

Ich habe … die Blumen fotografiert. Die Geranie, durch ein Wunder heil geblieben. Unter der Asche und den Spuren der Brandstätte.

 

Du hast gefragt: «Und haben sie auch Blumen ?

 

- In vielen Farben.

 

- Und haben sie Schulen?

 

- Ja.

 

Und ich habe gelächelt, als ich mich an die schönen Landschaften Frankreichs … erinnerte

 

Du hast nicht gelächelt. Du hast noch mehr nachgedacht. Und ich habe verstanden, worüber. Wenn Du nach dem Norden fliegen wirst, so wird es dann auch dort keine Farben oder Schulen … mehr geben.

 

Und Du hast zu mir gesagt: «Ich werde kein Flieger!»

 

Warum beschreibe ich dies alles hier?

 

Weil ich Reporter bin., weil ich heimgekehrt bin in mein Haus auch im Norden. Ich erzählte viel über Dich und über Dein schönes Land. Das man die „Libysche Dschamachirija“.nennt.

 

Erzählte über die fremden Bombenangriffe und Deine schlaflosen Nächte. Die russischen Menschen seufzten, und die Frauen wischten die Tränen … heimlich ab

 

Und wenn ich Zeit hatte, bin ich in der häuslichen Bibliothek habe die Bücher von Antoine de Saint-Exupéry gesucht. Doch was ich Dir nicht gesagt habe, es ist nicht dazugekommen: Er war auch Militärflieger und ist umgekommen, für ein freies Frankreich kämpfend. Und zusammen mit ihm kämpften, sowohl im Himmel, als auch auf der Erde und im Meer, die Algerier, die Tuniser, die Libyer … Kämpften für die Freiheit und kamen …  in Afrika und in Europa … um.

 

Für Dich und für mich. Damit wir lebten!

 

Es wird der Tag kommen und Du wirst mir die einzige Frage stellen. Ich weiß es, weil diese Frage auch in mir ist. Wie im Feuer des brennenden Tripolis erhitztes Eisen. Diese Frage läßt mich in Moskau nicht schlafen.

 

- Warum hast Du es zugelassen?

 

Und mit ehrlichen Worten werde ich darauf antworten. Aber nicht jetzt.

 

Ich muss noch viel für Dein Land machen.

 

Ich dir will die Wörter Antoine de Saint-Exupérys zitieren, er schrieb über Afrika häufig:

 

«Jedes Sternchen bedeutete, dass unter der Nacht dort unten die Menschen dachten, lasen, führten die offenen Gespräche. Jedes Sternchen, wie die Signallaterne, zeugte: hier wacht die menschliche Vernunft. Dort, kann sein, überlegten sie über das Glück der Menschen, über die Gerechtigkeit, über die Welt. Und dieser Stern, der in der Herde anderer verloren ist, ist der Stern des Hirten. Hier stellten sie vielleicht die Verbindung mit den Himmelskörpern est, zerbrachen sich den Kopf, den Andromeda-Nebel ausrechnend. Und dort liebten sie einander. Überall brannten im Tal diese Feuer, und allen diesen brauchten sie Nahrung, sogar den Bescheidensten. Das Flämmchen des Dichters, des Lehrers, des Zimmermannes. Aber unter diesen lebendigen Sternchen, sind wieviel geschlossene Fenster, wieviel gestorbene Sterne, wievile Menschen, die schlafen und wieviel Feuer, die kein Licht mehr geben, weil man sich mit ihnen nicht mehr ernähren kann.".

 

Ich werde Dir seine Bücher aus dem Französischen bringen. Ich will, dass Du das Französische erlernen wirst., weil Du Dich früher oder später mit den Franzosen treffen wirst. Kann sein, sogar mit den Fliegern, die Dich bombardierten. Die Gannibala, Saifa und und die kleine Masturu getötet haben.

 

Am 8. Juni haben wir in Moskau den traurigen vierzigsten Tag ihres Niederganges festgestellt.

 

Es wird ein anderer Tag kommen, und auch die Franzosen, wie auch ich, werden auf Deine Fragen … antworten. Um es  mit den Worten französischen Fliegers Antoine de Saint-Exupéry:

 zu sagen

«Ich brauche Dich und ich bin mir ganz sicher: es wird die Stunde jenes Lächelns noch anbrechen,. ich muss Dir helfen, zu leben. Ich sehe Dich - Du so bist schwach, Dich bedrohen soviel Gefahren …»

 

Ich unterstreiche jedes seiner Worte. Ich muss Dir helfen, standzuhalten! Die bösen Onkels zu besiegen! Und zu leben!

 

Und ich glaube auch, Du Kleiner: Es wird die Stunde Deines Lächelns, anbrechen!

 

Nikolaj Sologubowski, Tripolis-Moskau, am 9. Juni.

von tigerpantherin
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Sunday, 10. april 2011 7 10 /04 /Apr. /2011 01:05

Eine junge libysche Frau wandte sich per Facebook an die Öffentlichkeit, um ihre Meinung kundzutun. Sie heißt Yasmeen Ali  Ich möchte ihre Worte hier wiedergeben. Sie ist eine von Vielen, Menschen aus Libyen, die eigentlich alle dasselbe sagen: Wir wollen unsere Unabhängigkeit, wir wollen selbst entscheiden, wie es mit unserem Land weitergeht. Wir wenden uns gegen die Lügen- und Hetzkampagne, die in der ganzen Welt gegen unser Land gerichtet ist und gegen Muammar Al Gaddafi und unsere Regierung. Wir wollen keine Bomben mehr und keine Banditen, die unser Land zerstören. Aber hier die Stimme einer jungen Libyerin selbst:


Dear Sir/Madam

Unfortunately many of you out there were misled by the whole campaign against my country Libya. This campaign was led by the powerful media around the globe such as the B.B.C in the west and Al Jazeera in the Middle East.  Please allow me to exercise my basic right as a human being first and second as a Libyan person who seeks the true story about the current situation in my country right now.  It does not really need much time for people, who deep down in their hears believe in the right of each nation to be free to choose the way they live according to their own values and traditions and not by just applying and accepting what others ask them to do. Here I mean that Libyan people are not stupid and are perfectly able to know what is best for them. Being with Muamer Cadaffi does not mean as the westerns and some Libyan who betrayed their county and people try to convince the world out there is hell. Both sides say he is a dictator and my simple question here is why?  Is it because he kicked out the British, American, Italian and the French out of Libya over 40 years ago. Or is it because he nationalised the Libyan resources such as oil from those countries. Is it because he has supported Libyan women right from day one to be heard and free to choose their own lives and be able to say Yes and No to the old aggressive attitude against them. Or is it because he believes in his own people and has sent many young Libyan to study abroad to have chance to equip themselves with the latest technologies and skills in every field of sciences. Or is it because he is the last Arabic leader who still stand-up and still able to say NO to Britain and America.  Please I know many of you out there can have few minutes to listen to their own hearts and open-up their minds to think for few seconds and try to see the whole picture not only part of it. I trust you as human beings who have much to share with the Libyan people who are still targeted by the coalition missiles to this moment while I am writing to you for nothing just because they all say NO with their leader Muamer Al cadaffi to the aggressive intervention against our county since 19 of March.

von tigerpantherin
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